PROGRAMM
Donnerstag, 14. Juni 2007 - Vormittag
Wissenschaft - Journalismus - Öffentlichkeit
9.00 - 10.00
Registrierung
10.00
Begrüßung
10.10 - 10.50
Sabine Maasen, Universität Basel
Die Öffentlichkeit der Wissenschaft - die Wissenschaft der Öffentlichkeit
Die Wissenschaft arbeitet noch immer in relativer Abgeschiedenheit, ihre Denk- und Arbeitsweisen bleiben der Öffentlichkeit fremd - bis konkrete Ergebnisse präsentiert werden. Doch neue Erkenntnisse und Technologien rufen auch Skepsis oder Ablehnung hervor und verstärken die Forderung nach mehr Transparenz des Systems, nach Demokratisierung der Wissenschaft. Die Wissenschaft wird daher immer mehr zum Gegenstand medialer Beobachtung und medialer Wirklichkeitskonstruktion. Das bleibt nicht ohne Folgen: indem sie auf die Erwartungen der Öffentlichkeit reagiert und sich anzupassen versucht, verändert die solcherart beobachtete Wissenschaft ihr Selbstverständnis.
10.50 - 11.30
Stephan Russ-Mohl, Universität Lugano
Journalismus über die Wissenschaft - Journalismus für die Öffentlichkeit
Wenn die Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit immer stärker werden, wenn Vertrauenslücken durch Kommunikation überbrückt werden sollen, muss es einen Vermittler geben. Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten arbeiten an dieser Schnittstelle. Aber was ist ihre Rolle? Müssen sie Wissenschaft für die 'Laien' übersetzen? Sind sie Aufklärer? Sind sie Kritiker? Oder sind sie diejenigen, die die Skepsis der Öffentlichkeit artikulieren sollen? Die Diskussion des Rollenbildes ist zentral für die Definition von Qualitätsansprüchen - und für den Umgang mit Hindernissen, die im journalistischen Alltag diesen Ansprüchen im Weg stehen.
12.00 - 14.00
Buffet
Donnerstag, 14. Juni 2007 - Nachmittag
Forum I: Geschichten
14.00 - 17.00 Uhr
Nichts wird so einfach, so schnell verstanden wie eine Geschichte. Deshalb ist das Erzählen von Geschichten ein wesentliches Mittel im Wissenschaftsjournalismus - unabhängig davon, ob ein Thema für Print, Radio oder TV aufbereitet wird. Aber was macht im Wissenschaftsjournalismus eine gute Story aus? Was sind ihre Elemente, was ist ihre Dramaturgie?
Ein analytischer Input und die Darstellung von Qualitätskriterien in verschiedenen Medien geben Gelegenheit, darüber nachzudenken. Für die Diskussion konkreter Beispiele und Meinungsaustausch ist ausreichend Zeit eingeplant.
Mit Beiträgen von:
- Uwe Walter, Waltermedia, München
- Martin Bernhofer, Ö1, Wien
- Deborah Cohen, BBC Radio, London
- Thomas Vašek, P.M. Magazin, München
Abendprogramm
"Wissenschaftsgeschichten"
geführter Stadtrundgang
Museumsbesuch